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Ironman Thomas Beisswenger zieht das Ticket für Hawaii

Bei der Ironman European Championship in Frankfurt am vergangenen Sonntag gelang dem Triathleten Thomas Beisswenger das Unfassbare: Mit einer Zeit von 12:49 Stunden gewann er in seiner Altersklasse 65 und sicherte sich damit einen Startplatz für die Teilnahme an der World Championship auf Hawaii.

Dabei begann der Tag gleich morgens mit einer Panne. Im Zuge der Aufregung hatte der Bad Vilbeler seine Badekappe sowie Schwimmbrille in der abgegebenen Tüte vergessen und musste kurz vor Beginn des Rennens schleunigst Ersatz beschaffen. Zum Glück hielt der Veranstalter für diese Fälle Ersatzkappen bereit und ein unbekannter Sportler schenkte ihm eine Schwimmbrille, wobei er nur hoffte, dass diese auch auf der 3,8km langen Strecke dicht halten würde, was die Brille dann auch im Rennen tat. Völlig erleichtert und hochmotiviert stieg Thomas auf Position drei mit einem Rückstand von 23 Minuten auf den Ersten in der AK65 wieder aus dem Wasser.

In der sogenannte “Transition Zone1” klappte der Wechsel auf die Radstrecke problemlos. Auf den ersten flachen Kilometern trat er flotte 35km/h, die er aber nicht durchhalten wollte. Dem Gronauer war klar, dass seine Stärke das Laufen ist und er somit seine Beine schonen musste. Zudem brannte die Sonne mittlerweile unerträglich und es galt, den Verlust von Wasser und Salz kontinuierlich nachzufüllen. Mittlerweile bauten die beiden Führenden in der AK65 den Vorsprung auf der 185km langen Radstrecke auf 43 bzw. 18 Minuten aus.

In der “Transition Zone2” ließ Thomas Beisswenger sich keine Zeit für eine Pause auf dem Weg nach Hawaii und konnte hier zwei Minuten gut machen. Mit über 40 Minuten Rückstand ging es auf die 42,195 km lange Laufstrecke, nichts ahnend, welch eine spannende Aufholjagd er hinlegen würde.
Bereits bei Kilometer 8 überholte er den Zweitplatzierten, aber zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Abstand zum Erstplatzierten kaum verändert. Obwohl mehr und mehr Triathleten bei den unerträglichen Temperaturen, die um 17 Uhr den Höhepunkt mit 39C im Schatten erreichten, in den Gehmodus wechselten oder sogar aufgeben mussten, spielte Thomas seine Stärken aus und zeigte eisernen Willen. Er lief hoch konzentriert im gleichmäßigen Tempo Runde um Runde durch die Sonne und schien der Hitzeschlacht förmlich zu trotzen.
Mit jedem Kilometer wurde der Fun-Baller schneller und der Abstand verkürzte sich zusehends. Zur Hälfte der Marathonstrecke belief sich der Rückstand auf den Erstplatzierten jedoch immer noch 33 Minuten. Thomas schaffte es, nochmals etwas schneller zu laufen, während die Nummer 1 plötzlich langsamer wurde. Bei Kilometer 30 waren es zwar immer noch knapp 18 Minuten Rückstand, doch Thomas Beisswenger verließ sich auf seine gute Trainingsvorbereitung und zeigte eine mentale Spitzenleistung. Bereits fünf Kilometer später schmolz der Rückstand auf sieben Minuten und kurz darauf, kurz nach Kilometer 38 schaffte er es, die Führung zu übernehmen. Mit einem versteckten Lächeln lief er seinen Marathon zu Ende und schaffte es auf den letzten Kilometern den Abstand zum Zweitplatzierten auf 16 Minuten auszubauen. Völlig entkräftet, aber überglücklich wurde der frisch gebackene Europameister im Ziel von seiner Familie und vielen Supportern aus seinem Verein gebührend empfangen. Während seine anderen Vereinskollegen jetzt ihre Saison beenden, hat dieser furioser Wettkampf dem Bad Vilbeler nun weitere Trainingseinheiten für die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft am 12. Oktober in Kailua-Kona, Hawaii verschafft, aber heißer kann es kaum werden.

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